Gerne steht Ihnen Thomas Bührke für Anfragen nach
Vorträgen zur Verfügung. Zu folgenden Themen
können
Vorträge angeboten werden:
1609
– Kepler und Galilei
Im Jahr 1609 gelangen den beiden größten Astronomen
ihrer
Zeit weltbewegende Entdeckungen. Galileo Galilei richtete als erster
Mensch ein Fernrohr auf den Himmel und gewahrte Berge auf dem Mond,
vier Jupitermonde und die Phasen der Venus. Johannes Kepler
veröffentlichte sein Werk astronomia nova (Neue Astronomie),
in
dem er die Sonne ins Zentrum der Welt rückte und die Erde als
einen unter fünf weiteren Planeten um sie kreisen
ließ. Vor
allem brach er mit dem bis dahin unumstößlichen
Gesetz, dass
sich die Planeten auf Kreisbahnen bewegen. Keplers Theorie der
Ellipsenbahnen und Galileos Beobachtungen verhalfen dem
Kopernikanischen Weltbild letztlich zum Durchbruch. Thomas
Bührke
schildert den Weg dieser beiden Persönlichkeiten, die
charakterlich völlig verschieden waren und sich nie kennen
gelernt
haben, und ihre bahnbrechenden Leistungen.
Lift off
– die Erforschung des Planetensystems Die Eroberung des Weltalls ist eines der
aufregendsten
Projekte der Menschheit. Thomas Bührke erzählt von
den Erfolgen der Raumfahrt
und den Katastrophen. Im Zentrum steht die Erkundung des
Planetensystems mit
unbemannten Raumschiffen. Diese landeten auf der 470 Grad
heißen Venus auf,
suchten im Marsstaub nach Lebensspuren und untersuchten bizarre Welten
wie die
Jupiter- und Saturnmonde. Die Faszination der Weltraumfahrt ist
ungebrochen und
große Ziele, wie etwa der bemannte Flug zum Mars, werden in
Angriff genommen.
Doch Zukunftsvisionen, wie wir sie aus der Serie Star Trek (Raumschiff
Enterprise) kennen, werden auf ewig Träume bleiben –
sofern wir die heutigen
Gesetze der Physik nicht überwinden können.
Plutos
Abstieg in die Zwergenliga Im August 2006 beschloss die Internationale
Astronomische
Union bei ihrer Tagung in Prag, Pluto den Planetenstatus abzusprechen.
Seitdem
gehört der ehemals neunte Planet zusammen mit Ceres und Eris
zu der neuen
Klasse der Zwergplaneten. Thomas Bührke erklärt in
seinem Vortrag die
Eigenschaften von Pluto und erzählt von den Entdeckungen der
großen Körper im
Kuiper-Ring, die letztlich zu dieser historischen Entscheidung
führten.
Einsteins astrophysikalisches
Vermächtnis
Im Jahre 1905 schuf Albert Einstein die Spezielle
Relativitätstheorie. Hierin bekamen Raum und Zeit eine neue
Bedeutung, insbesondere stellte es sich heraus, dass die Zeit
unterschiedlich schnell verläuft. Die berühmte Formel
E =
mc² drückt die "Wesensverwandtschaft" von Energie und
Materie
aus. 1915 folgte die Allgemeine Relativitätstheorie, in der
Einstein die Schwerkraft als eine Eigenschaft des gekrümmten
Raumes beschrieb. Ohne diese genialen Errungenschaften wären
große Teile der modernen Astrophysik und Kosmologie
unverstanden:
Die Energieerzeugung im Innern der Sterne, die Expansion des
Universums, Schwarze Löcher oder der Gravitationslinseneffekt
und
Gravitationswellen basieren auf Einsteins Theorie. Darüber
hinaus
würden moderne Navigationssysteme, wie sie heute in vielen
Autos
vorhanden sind, ohne die Erkenntnisse der Relativitätstheorie
nicht funktionieren. Thomas Bührke skizziert den Lebensweg des
wohl berühmtesten Wissenschaftlers des 20. Jahrhunderts und
erklärt anschaulich die physikalischen Grundideen und was aus
ihnen geworden ist.
Einstürzende
Weltbilder
Neue Entfernungsbestimmungsmethoden in der Astronomie haben fast immer
zu einem Umsturz des gerade herrschenden Weltbildes geführt.
Thomas Bührke schildert in seinem Vortrag, wie sich die
Weltbilder
in den vergangenen fünf Jahrhunderten verändert haben
und wie
sich die Stellung des Menschen darin wandelte. Diese neuen Erkenntnisse
strahlten in viele Bereiche des Lebens aus und beeinflussten
Philosophie und Theologie gleichermaßen. Der Vortrag ist an
Bührkes Buch „Sternstunden der Astronomie“
aus dem
Verlag C.H. Beck angelehnt.
Einstein, der belgische Abt und der
Beginn der Welt- Eine Dramaturgie des Big Bang
Die Entstehung des Urknallmodells in der 1920er-Jahren war ein von
Missverständnissen geprägter, langwieriger Prozess,
bei dem
altgewohnte Denkweisen überwunden und durch ein neues Weltbild
ersetzt werden mussten. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen, bei denen
selbst Einstein Fehler beging. Einige der damaligen Pioniere, wie der
belgische Abt Georges Lemaître, mussten lange für
die
Anerkennung ihrer Leistungen kämpfen. Eine ganz
ähnliche
Entwicklung vollzog sich bei der späteren Entdeckung der
kosmischen Hintergrundstrahlung, die als eine der bedeutendsten
Stützen des „Big Bang“ gilt. Thomas
Bührke
erzählt die faszinierende Geschichte der Urknalltheorie und
ihrer
Entdecker und schlägt einen Bogen in die jüngsten
Erkenntnisse der Kosmologie.
Interview in der Reihe "Planet Wissen" vom 21.03.2005