Veröffentlichungen

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Lift Off!Lift – off. Die Geschichte der Raumfahrt.
Geb., 287 S.
Verlag: Berlin-Verlag (2008)
Preis: 16,90 Euro
ISBN-10: 3-827-05260-2



Die Eroberung des Weltalls ist eines der aufregendsten Projekte der Menschheit. Dieses Buch erzählt von eigensinnigen Visionären und waghalsigen Astronauten, erklärt die technischen Hintergründe und gibt einen Ausblick auf die Zukunft der Raumfahrt.
Die ersten Raumfahrtpioniere wurden lange Zeit als Spinner abgetan. Aber letztlich ermöglichten die Arbeiten von Wissenschaftlern und Erfindern wie Hermann Oberth oder Wernher von Braun vor einem halben Jahrhundert den Start von Sputnik 1, dem ersten Satelliten in einer Erdumlaufbahn. In einem beispiellosen Wettstreit zwischen Ost und West gelang anschließend ein Erfolg nach dem anderen: Menschen flogen ins All, landeten auf dem Mond und bauten Raumstationen. Roboter setzten auf der 470 Grad heißen Venus auf, suchten im Marsstaub nach Lebensspuren und untersuchten bizarre Welten wie die Jupiter- und Saturnmonde. Die Weltraumfahrt ist und bleibt ein riskantes Abenteuer. Aber der Traum ist ungebrochen und große Ziele, wie etwa der bemannte Flug zum Mars, werden in Angriff genommen.



Albert Einstein, dtv Albert Einstein, dtv portrait
Broschiert: 191 Seiten
Verlag: Dtv, 3. Aufl. (Januar 2004)
ISBN-10: 342331074X
ISBN-13: 978-3423310741




Pressestimmen
»Der Diplomphysiker Thomas Bührke macht in seinem Buch ›Albert Einstein‹ einen weiteren Versuch, den Lesern Mensch und Idee nahe zu bringen. Sehr lesenswert!«
Dresdener Morgenpost

»Der Autor, der Einstein als ›Surfer auf der Lichtwelle‹ bezeichnet, versteht es jedoch, die komplexen Zusammenhänge zwischen Masse, Energie und Lichtgeschwindigkeit interessant darzustellen und so auch die mathematische Seite von Einsteins genialem physikalischen Gedankengebäude gut verständlich zu erklären.«
Süddeutsche Zeitung

»Die Gedankenexperimente sind so einfach und einleuchtend beschrieben, dass man sich nach der Lektüre des Buches fragt, warum man eigentlich nicht selbst auf die Relativitätstheorie gekommen ist.«
Bild der Wissenschaft

»Die Entdeckung Einsteins, die nicht nur die Astronomie revolutionierte, war und ist umstritten, doch der Autor weist nach, dass Einstein Recht hatte.«
Lehrer und Schule

»Lesenswert. Bührkes chronologisch erzählte Geschichte schafft es, dem Leser den Menschen Albert Einstein nahe zu bringen, wobei er etwas mehr Gewicht auf die wissenschaftlichen Leistungen legt.«
Spektrum der Wissenschaft

»Ein interessantes, leicht lesbares Buch aus der Reihe ›dtv-portrait‹«
Ingrid Emmenecker in der ›BLZ‹

»Thomas Bührkes Kurzbiografie ist gut. Wissenschaftliche Details sind darin sehr gut erklärt.«
Reto Kohler in ›Blick‹, Zürich

»Verständlich und unterhaltsam.«
Jan Kixmüller im ›Tagesspiegel‹

Leseprobe
Schon 1899 war Einstein die Brüchigkeit des Theoriengebäudes aufgefallen. Aus Zürich schrieb er Mileva: „Es wird mir immer mehr zur überzeugung, dass die Elektrodynamik bewegter Körper, wie sie sich gegenwärtig darstellt, nicht der Wirklichkeit entspricht, sondern sich einfacher wird darstellen lassen. Ich glaube, dass elektrische Kräfte nur für den leeren Raum direkt definierbar seien.“ Zwei Jahre später aus Schaffhausen: „Ich arbeite eifrigst an einer Elektrodynamik bewegter Körper, welches eine kapitale Abhandlung zu werden verspricht. Ich habe Dir geschrieben, das ich an der Richtigkeit der Ideen über die Relativbewegung zweifle. Meine Bedenken beruhten jedoch lediglich auf einem simplen Rechenfehler. Ich glaube jetzt mehr denn je daran.“
Vier Jahre danach saß er wieder an dem Problem. An einem schönen Tag Mitte Mai 1905 besuchte Einstein Michele Besso in dessen Wohnung. Die beiden debattierten lange über das Problem, als Einstein plötzlich aufsprang und eiligst nach Hause lief. „Am nächsten Tag ging ich erneut zu ihm“, erinnerte sich Einstein später „und sagte ihm, ohne Hallo: ‘Danke. Ich habe das Problem vollständig gelöst.’“ Gelungen war ihm das mit drei Hypothesen:
1. Alle physikalischen Gesetze bleiben in allen gleichförmig bewegten Systemen unverändert: „Prinzip der Relativität“.
2. Die Lichtgeschwindigkeit ist in allen Bezugssystemen unabhängig von der Relativbewegung zum Lichtstrahl gleich groß.
„Diese beiden Voraussetzungen genügen, um zu einer einfachen und widerspruchsfreien Elektrodynamik bewegter Körper zu gelangen unter Zugrundelegung der Maxwellschen Theorie für ruhende Körper“, schreibt er in der Veröffentlichung. Die dritte Hypothese lautete: Es gibt keinen äther.
Punkt zwei widerspricht der Galilei-Transformation, wonach sich Geschwindigkeiten addieren. Er hat außerordentliche Auswirkungen auf das Verständnis von Zeit und Raum. Insbesondere musste der Begriff der Gleichzeitig völlig neu überdacht werden.
Im Rahmen der Newtonschen Physik mit ihrer absoluten Zeit war Gleichzeitigkeit leicht realisierbar. Man konnte sich überall im Universum Uhren denken, die synchron liefen. Damit war eindeutig, wann zwei Ereignisse gleichzeitig sind oder welches Ereignis vor dem anderen stattgefunden hat. Eine solche universelle Synchronisierung wäre aber nur dann möglich, wenn es ein Zeitsignal gäbe, das sich ohne Verzögerung im gesamten Universum ausbreitet und jede Uhr gleichzeitig (im Newtonschen Sinne) erreicht. Wie Einstein ebenfalls in der Arbeit herausfand, kann sich aber kein Signal schneller als das Licht fortpflanzen. Der Lichtgeschwindigkeit kommt somit in der Natur eine ganz besondere Rolle zu. Sie stellt etwas Absolutes dar. Es erscheint daher ganz natürlich, dass sich Einstein 300 000 km/s schnelle Lichtsignale zur Uhrensynchronisation dachte.


E=mc2, dtv E = mc² – Einführung in die Relativitätstheorie
Broschiert: 131 Seiten
Verlag: Dtv; 5. Aufl. (Juli 1999)
ISBN-10: 3423330414
ISBN-13: 978-3423330411




Pressestimmen
»Charakteristisch für die Darstellung ist die Nähe zu Experimenten, Beobachtungen und astrophysikalischen Anwendungen (Gravitationslinseneffekt, Gravitationswellen, Schwarze Löcher). Insgesamt ist die Darstellung verständlich und anschaulich. Eine kommentierte Literaturübersicht rundet das für Leser mit nicht zu großen Vorkenntnissen und ohne theoretische Ansprüche geeignete Buch ab.«
Prof. Dr. Hubert Goenner, Institut für theoretische Physik, Universität Göttingen in Physikalische Blätter

»1920 schrieb die amerikanische Zeitschrift "Scientific American" einen Wettbewerb um die beste populärwissenschaftliche Erläuterung der Relativitätstheorie in maximal 3000 Wörtern aus. 275 Artikel wurden eingebracht. Unmöglich, all dies zu sichten, zu lesen und zu bewerten. Deshalb unser Hinweis auf das gelungene, schmale Bändchen von Thomas Bührke, das im Gegensatz zu den genannten historischen Versuchen auch aktuelle Erkenntnisse und Belege einschließt.«
Buchempfehlung Quarks & Co. (WDR)

Leseprobe
Wie Einstein später selbst einmal sagte, hatte er das Gefühl, „dass eine vernünftige Gravitationstheorie nur von einer Erweiterung des Relativitätsprinzips zu erwarten war“. Und dann kam ihm an einem Tag Ende Oktober, Anfang November im Jahre 1907 der entscheidende Gedanke. Später erinnerte sich Einstein an diesen Tag so: „Ich saß auf meinem Stuhl im Patentamt in Bern. Plötzlich hatte ich einen Einfall: Wenn sich eine Person im freien Fall befindet, wird sie ihr eigenes Gewicht nicht spüren. Ich war verblüfft. Dieses einfache Gedankenexperiment machte auf mich einen tiefen Eindruck. Es führte mich zu einer Theorie der Gravitation“.
Nun war das Gedankenexperiment nicht neu. Aber es bedurfte eines kritischen Geistes, um dessen gesamte Tragweite zu erkennen. Man erkennt diese leichter, wenn man das Gedankenexperiment etwas abändert. Angenommen, ein Physiker steht in einem völlig geschlossenen Kasten und hält einen Stein in der Hand. Läßt er ihn los und fällt er zu Boden, gibt es hierfür zwei Erklärungsmöglichkeiten. Der Kasten könnte auf der Erdoberfläche stehen, so dass der Stein aufgrund der Schwerkraft fällt. Der Physiker könnte sich aber genausogut in einem Raumschiff befinden und entgegen der Fallrichtung des Steines konstant beschleunigt werden. Für den Forscher gäbe es keine Möglichkeit, zwischen diesen beiden Möglichkeiten zu unterscheiden, so lange er nicht nach draußen schauen kann.
Dieses Gedankenexperiment zeigte Einstein eine tiefe Wesensverwandtschaft zwischen einer beschleunigten Bewegung und der Schwerkraft auf. Es barg den „Schlüssel für ein tieferes Verständnis der Trägheit und Gravitation“. Schon Newton war dies im Grunde bekannt. Die Gravitationsfeld verleiht der Materie eine schwere Masse. Sie läßt sich beispielsweise mit einer Federwaage bestimmen. Andererseits besitzt ein Körper auch eine träge Masse, mit der er sich Beschleunigungen widersetzt. Schwere und träge Masse waren gleich groß, wie Experimente mit steigender Präzision immer wieder bestätigten. Eine physikalische Erklärung hierfür hatte man indes nicht. Einstein postulierte nun einfach deren Identität oder äquivalenz.
Dieses äquivalenzprinzip, wie er es nannte, hatte demnach zur Folge, dass die Gravitation unter bestimmten Bedingungen verschwinden konnte. Hierzu denke man sich einen Mann in einem Fahrstuhl. Reißt plötzlich die Leine, fällt die Kabine nach unten, und alles im Innern fällt zusammen mit dem Mann gleich schnell. Das heißt der Mann wird sich nun schwerelos in der Kabine bewegen können. Heute nutzt man diesen Effekt beispielsweise zur Ausbildung von Astronauten, indem man mit einem Flugzeug in eine große Höhe aufsteigt und sich von dort in einen ungebremsten Fall begibt. So läßt sich für einige zehn Sekunden Schwerelosigkeit herstellen. (...)
Entscheidend ist, dass das äquivalenzprinzip eine Verbindung zwischen einer beschleunigten Bewegung und einem Gravitationsfeld herstellt. Damit war der Ausgangspunkt für die Suche nach einer mathematisch formulierbaren, neuen Gravitationstheorie festgelegt.


Sternstunden der Physik, dtv Sternstunden der Physik – Von Galilei bis Lise Meitner
Broschiert: 258 Seiten, 12 Abbildungen
Verlag: Beck; 5., Aufl. (September 2003)
ISBN-10: 3406494935
ISBN-13: 978-3406494932




Pressestimmen
»Der Astrophysiker Thomas Bührke kennt die bedeutenden Momente, in denen Physikern und der Physikerin Lise Meitner ein Durchbruch gelang. Er stellt uns zwölf große Denker vor, ihr Leben und Schaffen.«
E. Endres, Süddeutsche Zeitung

Es sind die Sternstunden der Physik, die Bührke erzählt, aber indem er den Erzählfaden vor- und zurückspult, entwirft er nicht nur ein nachvollziehbares Forscherporträt, sondern auch das Bild der jeweiligen Wirkungsepoche. Bührke wechselt geschickt zwischen biographischer und populärwissenschaftlicher Erzählung, kombiniert Anekdote und Wissenschaftstheorie.«
S. Sabin, Neue Züricher Zeitung

»Dabei werden nicht nur die großen Momente der Physik, sondern auch die Menschen sichtbar, die oft durch Zufall oder mit viel Intuition zu neuen Erkenntnissen gelangten.«
N. Lossau, Die Welt

»So schließen sich die zwölf Biografien zu einer Forschungsgeschichte der neuzeitlichen Physik zusammen, die dem Leser über die Personen auch das Fach selbst näher bringt.«
P. Köhler, Frankfurter Rundschau.

Leseprobe
Werner Heisenberg (1901-1976) „Wenn man beide Augen zugleich aufmachen will, dann wird man irre.“

Es geht hoch her im Frühstücksraum des Luxushotels Metropole im Herzen Brüssels. In der letzten Oktoberwoche des Jahres 1927 findet sich hier allmorgendlich eine Gruppe von 28 Herren und einer Dame ein. Anders als die sonst üblichen Gäste des Hauses setzen diese sich jedoch nicht schweigend, den neuen Tag geruhsam beginnend, an ihre Tische. Ganz im Gegenteil: Schon nach kurzer Zeit kommen überall Gespräche auf, die alsbald dem gemütlich eingerichteten Zimmer das Flair einer geschäftigen Bahnhofshalle verleihen. An einem der Tische ist es stets besonders unruhig. Hier streiten heftig zwei Männer. Der eine von ihnen ist Anfang 40, hat streng zurückgekämmtes Haar und buschige Augenbrauen, der andere, einige Jahre älter, trägt Oberlippenbart und bereits stark ergraute, aber noch volle Haare, die bisweilen eigenwillig aus der Rolle fallen. Keine Geringeren als Niels Bohr und Albert Einstein sind die beiden Streithähne, die, umringt von einigen Kollegen, darüber diskutieren, ob „Gott würfelt oder nicht“. Die Diskussion wird noch durch die internationale Zusammensetzung der Gäste erschwert: „Armer Lorentz als Dolmetscher zwischen den einander absolut nicht begreifenden Engländern und Franzosen ... Bohr mit höflicher Verzweiflung reagierend“, berichtet später einer der Teilnehmer, Paul Ehrenfest, seinen Kollegen.
Stein des Anstoßes ist die Arbeit eines gerade erst 25 Jahre jungen Mannes namens Werner Heisenberg. Er hat nur wenige Monate zuvor ein Naturgesetz entdeckt, das die gesamte Physik, ja die bisherige Grundanschauung der Vorgänge in der Natur im Fundament erschüttert. Man nennt es Unbestimmtheits- oder Unschärferelation.
Hervorgegangen ist dieses revolutionäre Prinzip zunächst ganz abstrakt aus mathematischen Formeln. Eine kleine Ungleichung nur, deren physikalische Bedeutung beileibe noch nicht gänzlich klar ist. Eines zeichnet sich indes deutlich ab: Der alte Determinismus von Laplace, wonach alle Vorgänge in der Natur nach strengen mechanistischen Gesetzen ablaufen, scheint ausgedient zu haben - der Zufall spielt eine entscheidende Rolle. Und genau dies ist der Streitpunkt am Frühstückstisch des Hotels Metropole. Während Niels Bohr, Heisenbergs geistiger Lehrer aus Kopenhagen, die Unschärferelation als die neue Beschreibung aller Vorgänge in der Welt der Atome verteidigt, sucht Einstein nach Gedankenexperimenten, mit denen er glaubt, diese vertrackte Ungleichung ad absurdum führen zu können. Einstein akzeptiert zwar, dass die Quantenmechanik viele Versuchsergebnisse erklären kann, die bis dahin ein Rätsel waren, aber er kann es nicht mit seinem Weltbild vereinbaren, dass diese Theorie die Atome vollständig beschreibt und dennoch dem Zufall in der Natur einen Freiraum läßt. (...)
Heisenberg erinnerte sich später an dieses Treffen sehr lebhaft: „Wir trafen uns meist schon am Frühstückstisch im Hotel, und Einstein begann ein Gedankenexperiment zu beschreiben, bei dem, wie er glaubte, die inneren Widersprüche der Kopenhagener Deutung sichtbar würden. Einstein, Bohr und ich gingen dann gemeinsam vom Hotel zum Konferenzgebäude, und ich hörte die lebhaften Diskussionen zwischen den beiden, in ihrer philosophischen Haltung so verschiedenen Menschen und warf gelegentlich eine Bemerkung über die Struktur des mathematischen Formalismus dazwischen. Während der Sitzung und noch mehr während der Pausen gingen auch wir Jüngeren, insbesondere Pauli und ich, daran, das Einsteinsche Experiment zu analysieren; und während der Mittagszeit gab es weitere Diskussionen zwischen Bohr und den anderen Kopenhagenern. Meist hatte Bohr am späten Nachmittag die vollständige Analyse des Gedankenexperiments fertig und trug sie Einstein beim Abendessen vor. Einstein konnte zwar sachlich gegen die Analyse nichts einwenden, aber er war in seinem Herzen nicht überzeugt.“
Paul Ehrenfest beschrieb seinen Kollegen sichtlich begeistert die Szene so: „Schachspielartig. Einstein immer neue Beispiele. Gewissermaßen ein perpetuum mobile zweiter Art, um die Ungenauigkeitsrelation zu durchbrechen. Bohr stets aus einer dunklen Wolke von philosophischem Rauchgewölke die Werkzeuge heraussuchend, um Beispiel nach Beispiel zu zerbrechen. Einstein wie der Teuferl in der Box: jeden Morgen wieder frisch herausspringend“. Niels Bohr hat einmal auf Einsteins provozierenden Einwand, dass Gott nicht würfele, in seiner humorvollen Art mit den Worten gekontert: „Aber es kann doch nicht unsere Aufgabe sein, Gott vorzuschreiben, wie er die Welt regieren soll.“
Am Ende der Woche fühlte sich aber offenbar die Bohr-Heisenberg-Fraktion als Sieger, denn am letzten Tag schrieb der junge Physiker nach Hause: „Vom wissenschaft(lichen) Ergebnis bin ich in jeder Hinsicht befriedigt. Bohrs und meine Ansichten sind wohl allgemein angenommen worden, jedenfalls sind ernste Einwände nicht mehr gemacht worden, auch von Einstein oder Schrödinger nicht".(...)
S. 184-188, Verlag C.H. BECK oHG

"Sternstunden der Physik" ist auch als Hörbuch erschienen:

Hörbuch, C. H. Beck

Sternstunden der Physik – Hörbuch
4 Audio-CDs, ca. 270 Minuten
Verlag: Komplett Media (April 2006)
ISBN-10: 3831260745
ISBN-13: 4014270160742


Hörproben
Isaac Newton, 1643 - 1727
Max Planck, 1858 - 1947
Ernest Rutherford, 1871 - 1937


Sternstunden der Astronomie, dtv Sternstunden der Astronomie – Von Kopernikus bis Oppenheimer
Broschiert: 218 Seiten
Verlag: C. H. BECK oHG (September 2001)
ISBN-10: 340647554X
ISBN-13: 978-3406475542




Pressestimmen
»Spannend, anschaulich und mit viel Liebe zu biografischen Details über Leben und Werk der großen Forscher. «
bild der wissenschaft, Mai 2002

»Ein Lesebuch mit vielen Zitaten aus Briefwechseln und Zeugenberichten, aus dem sogar belesene Sternenliebhaber noch Einsichten gewinnen.«
arö, DIE WELT, 30.10.2001

»Neben der Darstellung der wissenschaftlichen Leistungen und Auseinandersetzungen werden die betreffenden Biographien behandelt, wobei man mitunter auch bislang unbekannte Details erfährt. Mit Spannung liest man den Abschnitt über die schier endlosen Prioritätsstreitigkeiten zwischen Leverrier und Adams bei der Entdeckung des Planeten Neptun, der mit der „Spitze seiner Feder entdeckt wurde.“ Besonders informativ ist auch der Abschnitt über Julius Oppenheimer.«
A. Zenkert in Sterne und Weltraum

Leseprobe
Julius Robert Oppenheimer (1904-1967) „Die Ergebnisse sind sehr sonderbar.“

Rund 30 Physiker und Astronomen trafen sich im Juni 1958 in Brüssel, um auf der Solvay-Konferenz eine Woche lang über Entstehung, Aufbau und Entwicklung des Universums zu diskutieren. Der belgische Industrielle Ernest Solvay hatte dieses im dreijährigen Turnus stattfindende physikalische Gipfeltreffen 1911 ins Leben gerufen. In die Physikgeschichte eingegangen ist das Treffen von 1927, als Physiker wie Einstein, Bohr und Heisenberg leidenschaftlich über die jüngst entdeckten, verwirrenden Phänomene der Quantenmechanik debattierten. Hier äußerte Einstein den berühmt gewordenen Satz: „Gott würfelt nicht!“.
Auch 1958 war wieder ein erlesener Kreis der namhaftesten Wissenschaftler zusammengekommen. Und der stritt sich erneut über ein verwirrendes Phänomen, bei dem Einstein eine bedeutende Rolle zukam: Schwarze Löcher oder, wie die Physiker damals noch sagten, Singularitäten. Robert Oppenheimer und zwei seiner Studenten hatten sich kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs im Rahmen der Allgemeinen Relativitätstheorie mit der Frage beschäftigt: Was passiert, wenn sehr schwere Sterne ihren Brennstoff verbraucht haben? Ihre Antwort war: Sie brechen in sich zusammen, und keine Kraft kann den Kollaps aufhalten. Sie verschwinden im Nichts und schneiden sich selbst von Universum ab. Oppenheimer hatte bereits zwanzig Jahre vor der Solvay-Konferenz seine Studien abbrechen müssen, weil er nach Los Alamos ging, um den Bau der Atombombe zu leiten. Nach dem Krieg war das Thema Schwarze Löcher für ihn uninteressant geworden.
Der einige Jahre jüngere John Archibald Wheeler hatte sich mit Oppenheimers Arbeiten intensiv beschäftigt und sie weiter entwickelt. Interessanterweise konnte er hierbei auf Erkenntnisse zurückgreifen, die bei der Entwicklung der Atombombe eine Rolle spielten, und er konnte erstmals digitale Rechner, Computer, einsetzen. Obwohl Wheeler Oppenheimers Ergebnisse bestätigte, war es für ihn unvorstellbar, dass sich so exotische Gebilde wie Schwarze Löcher bilden können. Wheeler führte am 10. Juni in seinem Vortrag über „das Schicksal großer Massen von Materie“ aus, dass die Natur irgendeinen Vorgang eingerichtet haben müsse, der die Entstehung eines Schwarzen Lochs verhindert. Die Vorstellung, ein ehemals riesiger Stern könne zu einem Punkt zusammenschnurren war einfach unglaublich. Schon Einstein hatte zwanzig Jahre zuvor versucht, Oppenheimers Ergebnis mit einem Gedankenexperiment zu widerlegen.
Allein Oppenheimer blieb von seinen Berechnungen überzeugt und trat für sie in Brüssel ein. Gleich nach Wheelers Vortrag stand er auf und verteidigte seine Theorie. Für ihn war es am einfachsten anzunehmen, „dass solche Massen einer stetigen gravitationsbedingten Kontraktion unterliegen, bis sie sich vom übrigen Universum abgeschnitten haben.“ Nur wenige Jahre später änderte Wheeler seine Meinung und wandelte sich zu einem der führenden Köpfe bei der theoretischen Erschließung Schwarzer Löcher. Er führte auch den Namen ein. Als Wheeler fünf Jahre nach dem Treffen in Brüssel auf einer anderen Tagung Oppenheimers Arbeiten würdigte und mit eigenen Rechnungen bestätigen konnte, hörte der zu Wheelers tiefsten Bedauern gar nicht zu. Oppenheimer unterhielt sich mit einem Freund in der Eingangshalle des Konferenzgebäudes.
Schwarze Löcher sind das Exotischste, was die Natur hervorzubringen vermag, und noch längs nicht sind diese Gebilde verstanden. So mancher Theoretiker, wie Stephen Hawking, sieht in ihnen den Schlüssel zur Vereinigung von Gravitationstheorie und Quantenmechanik, und selbst renommierte Forscher, wie Kip Thorne, scheuen sich nicht, über die Möglichkeiten nachzudenken, ob Schwarze Löcher Zeitmaschinen oder Tunnels zu anderen Universen sein könnten. Schwarze Löcher lassen sich nur mit den modernen Erkenntnissen der Physik und Astrophysik verstehen. Dennoch gab es bereits Ende des 18. Jahrhunderts zwei Naturforscher, die sich mit der möglichen Existenz „Dunkler Sterne“ beschäftigten.


Erneuerbare Energien Erneuerbare Energien-
Alternative Energiekonzepte für die Zukunft

Th. Bührke, R. Wengenmayr (Hrsg.)
120 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen
Verlag: Wiley-VCH (Weinheim 2007)
ISBN: 3-527-40727-8



Inhalt
Erneuerbare Energie ist auf dem Vormarsch, die wachsende Zahl von Windkraftanlagen, Solarkollektoren oder Photovoltaikanlagen demonstriert dies eindrucksvoll. Leider sind über regenerative Energien viele Fehlinformationen und irreführende Mythen im Umlauf. In diesem Buch erklären führende Wissenschaftler detailliert und seriös, wie Photovoltaik, Solarthermie, Windkraft, Wasserkraft, Geothermie, Brennstoffzellen, Aufwindkraftwerke und die Wasserstoffwirtschaft funktionieren.
Die Autoren geben einen profunden überblick über den aktuellen Stand der wichtigsten Techniken, die bereits bedeutende Beiträge zu unserer Energieversorgung leisten – oder in Zukunft leisten können. Jede Technik wird von Autoren vorgestellt, die als Forscher und Entwickler ausgewiesene Experten auf ihrem Gebiet sind. Das macht dieses Buch zu einer wertvollen und verlässlichen Informationsquelle. Die meisten der insgesamt 15 Beiträge sind ursprünglich in Physik in unserer Zeit erschienen. Sie wurden für diese Ausgabe von den Autoren auf den neuesten Stand gebracht. Sechs Kapitel wurden eigens für dieses Buch verfasst. Der Band kann allen Interessierten als verlässliche, solide Informationsquelle dienen, die auch als Nachschlagewerk funktioniert. Wer es liest, kann kompetent mitreden.

Übersetzungen
  • Planeten – Wanderer im All, K.R. Lang, C.A. Whitney, Springer Verlag, 1993
  • Faszination Weltall, C. Humphrey, Franckh-Kosmos Verlag, 1993.

Außerdem
  • CD ROM: Aha, der Kosmos, Spektrum Akademischer Verlag, 1998
  • CD ROM: Reise zum blauen Planeten, DLR, 2002.
  • Astrophysikbeiträge zum Lexikon der Physik, 5 Bde., Spektrum Akademischer Verlag, 1998-2000
  • „Jenseits der Milchstraße“, Themenheft zum Jahr der Physik, 2000, erschienen in: Was die Welt zusammenhält, Wiley-VCH, Berlin 2001,
  • „Zeit – Licht – Zufall“, Themenheft zum Einsteinjahr, erschienen in: Die Welt hinter den Dingen, Wiley-VCH, Berlin 2005.

Redaktionelle Mitarbeit an wissenschaftlichen Veröffentlichungen

Nicht mehr lieferbare Titel

  • Geheimnisvolle Schattenwelt, Franckh-Kosmos, 1997
  • Kosmische Welten, Verlag 2001, 1998
  • Das verschwundene Genie, DTV, 2001 (gem. mit Andreas Loos).

www.buehrke.com